EmpCo-Richtlinie · Stichtag 27.09.2026

Umweltaussagen ohne Nachweis.
Ab dem 27.09.2026 verboten.

Die Richtlinie (EU) 2024/825 ändert europaweit, was Unternehmen über Umwelteigenschaften ihrer Produkte sagen dürfen. Der Kurs von Klivantis bringt Marketing und Kommunikation auf den aktuellen Stand.

KI-generiert
anwendbar ab27.09.2026
RechtsgrundlageRL (EU) 2024/825
ÜbergangsfristKeine
Kursdauerca. 1 Stunde
01 - Die Änderung

Neue Regeln für Umweltwerbung, europaweit.

Ab dem 27. September 2026 gelten in der gesamten EU neue Vorschriften für Werbung mit Umwelteigenschaften. Grundlage ist die Richtlinie (EU) 2024/825, die sogenannte EmpCo-Richtlinie. Sie ändert die Richtlinie 2005/29/EG über unlautere Geschäftspraktiken und ist vollharmonisierend: Begriffe, Verbote und Nachweisanforderungen gelten in jedem Mitgliedstaat inhaltlich gleich.

27.09.2026

Der Stichtag

Ab diesem Tag müssen Umweltaussagen und Nachhaltigkeitssiegel den neuen Vorschriften entsprechen. Das Datum steht in Artikel 4 Absatz 1 der Richtlinie.

Keine Frist

Auch für Altbestände

Verpackungen und Werbemittel, die vor dem Stichtag entstanden sind, sind nicht ausgenommen. Eine Übergangsfrist gibt es nicht.

EU-weit

Eine Regel für alle Mitgliedstaaten

Weil die Richtlinie vollharmonisierend ist, gelten Begriffe und Verbote in jedem Mitgliedstaat inhaltlich gleich, unabhängig vom Stand der nationalen Umsetzung.

Wichtige Klarstellung: Die EmpCo-Richtlinie verlangt keine Schulung der Mitarbeiter, anders als Art. 4 EU AI Act. Es gibt also keine Schulungspflicht und keinen Nachweis, den ein Unternehmen darüber führen müsste. Die Anforderungen treffen die Werbeaussage selbst: Wer mit Umwelteigenschaften wirbt, muss sie belegen können. Für die KI-Kompetenzpflicht mit echter Schulungspflicht siehe unsere Themenseite eu-ai-act.klivantis.ai.
02 - Was gilt

Verboten, erlaubt, und worauf es sich stützt.

Ein Teil der neuen Regeln steht in Anhang I der Richtlinie: Diese Praktiken sind ohne Einzelfallprüfung unter allen Umständen unlauter. Ein anderer Teil steht in den Artikeln 6 und 7 und verlangt eine Einzelfallprüfung. Die folgende Übersicht ordnet die wichtigsten Fälle für den Marketing-Alltag.

Auswahl der wichtigsten Fälle, keine vollständige Liste. Durchsetzung und Sanktionshöhe unterscheiden sich je Mitgliedstaat.
Ab 27.09.2026 nicht mehr zulässigWas gilt stattdessenRechtsgrundlage
Allgemeine Umweltaussage („umweltfreundlich“, „öko“ u. ä.) ohne NachweisAussage auf demselben Medium klar spezifizieren, oder eine von drei anerkannten Umweltleistungen nachweisen (EU-Umweltzeichen, anerkanntes Umweltzeichen Typ I, Höchstleistung nach Unionsrecht)Anhang I Nr. 4a
Klimaneutralitäts- oder Reduktionsaussage zu einem Produkt, gestützt auf KompensationTatsächliche, spezifizierte Emissionsreduktionen in der Wertschöpfungskette; über Klimaschutz-Investitionen darf weiter berichtet werden, ohne ProduktbezugAnhang I Nr. 4c
Selbst geschaffenes oder selbst kontrolliertes NachhaltigkeitssiegelSiegel mit unabhängig überwachtem Zertifizierungssystem oder von staatlicher Stelle eingeführtAnhang I Nr. 2a
Zukunftsversprechen („klimaneutral bis 2035“) ohne UmsetzungsplanKlare Ziele, veröffentlichter Umsetzungsplan, messbare Etappenziele, regelmäßige unabhängige PrüfungArt. 6 Abs. 2 Buchst. d
Umweltaussage für das ganze Produkt, obwohl nur ein Teil betroffen ist (z. B. die Verpackung)Aussage klar auf den betroffenen Teil begrenzenAnhang I Nr. 4b
Vorteil bewerben, der irrelevant ist und sich nicht aus einem Produktmerkmal ergibtNur Vorteile nennen, die für das konkrete Produkt tatsächlich zutreffenArt. 6 Abs. 2 Buchst. e
Gesetzliche Pflicht als Besonderheit des eigenen Angebots darstellenNur Leistungen über die Pflicht hinaus als Vorteil nennenAnhang I Nr. 10a
Altbestände (vor dem Stichtag hergestellt oder bedruckt) unverändert weiter bewerbenAussage entfernen oder korrigieren, online zuerstArt. 4 Abs. 1, keine Übergangsfrist
03 - Software für den Kurs

Ein Kurs allein reicht nicht. Ein Nachweis schon.

Auch ohne Schulungspflicht wollen viele Unternehmen dokumentieren, wer im Marketing-Team informiert wurde. Dafür bringt Klivantis mit der Team-Training-App dieselbe Schulungssoftware mit, die auch die KI-Kompetenzpflicht abdeckt: Kurs importieren, Team einladen, Zertifikat ausstellen.

Kurs direkt importieren

Der fertige EmpCo-Kurs lässt sich in wenigen Minuten in die App einspielen, ohne eigene Kursinhalte erstellen zu müssen.

TextBildPrüfungZertifikat

Nachweis statt Excel-Liste

Jedes Zertifikat trägt eine eindeutige ID und einen QR-Code. Wer den Kurs abgeschlossen hat, lässt sich jederzeit belegen, auch ohne gesetzliche Pflicht dazu.

Eigene Kurse ergänzen

Neben dem EmpCo-Kurs lassen sich beliebige weitere Themen anlegen, von Datenschutz bis Vertrieb.

Rollenmodell

Fünf Rollen mit rollengenauer Kurs-Sichtbarkeit, vom Admin bis zum Teilnehmer.

ADTRDIMAMI

Signierte Updates

Sicherheits-Updates, Fehlerkorrekturen und neue Funktionen, von Klivantis signiert bereitgestellt.

DSGVO & Sicherheit sind der Kern, kein Add-on.

Die App speichert nur notwendige Nutzer-Daten und ist auf Nachweisbarkeit gebaut, inklusive Löschfunktion mit sofortiger Anonymisierung.

Verschlüsselte PasswörterDatensparsamkeitSofort-AnonymisierungRevisionssicheres LogBarrierefrei (WCAG)DSGVO-konform
04 - Pläne

So kommt die App zu Ihnen.

Erschwinglich auch für kleine und mittelständische Unternehmen. Die konkreten Zahlen nennt Ihnen Klivantis im kostenlosen Beratungsgespräch, zugeschnitten auf Größe und Bedarf.

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Ausschließlich im Direktvertrieb. Jede Installation wird von Klivantis individuell signiert, deshalb gibt es keinen anonymen Download. Vor dem Kauf erhalten Sie eine persönliche, kostenlose Beratung mit Einblick ins laufende System, zum Beispiel per Online-Meeting.
05 - Kurse von Klivantis

Der Kurs zum Stichtag - und alle anderen.

Der Kurs „Änderungen zu umweltbezogenen Werbeaussagen ab dem 27.09.2026“ ist für Marketing und Kommunikation geschrieben, ohne Vorwissen und ohne einen anderen Kurs vorauszusetzen. Er lässt sich einzeln importieren oder mit dem gesamten Klivantis-Katalog kombinieren.

Kurs-Titelbild Umweltbezogene Werbeaussagen: unbedruckte Faltschachtel-Rohlinge aus hellem Karton auf einem Arbeitstisch (KI-generiert) Von KlivantisKI-generiert

Änderungen zu umweltbezogenen Werbeaussagen ab dem 27.09.2026

Was ab dem Stichtag europaweit für Werbung mit Umwelteigenschaften gilt: allgemeine Aussagen wie "umweltfreundlich", kompensationsgestützte Klimaaussagen, Nachhaltigkeitssiegel, Zukunftsversprechen und Altbestände ohne Übergangsfrist.

ZertifikatImportierbarEU-RechtMarketingDE · EN · FR · ES · IT · NL · PT · PL · BG
Kurs-Titelbild EU AI Act für Mitarbeiter: Person im Anzug hält eine Lupe vor einen leuchtenden Sternenkreis mit dem Schriftzug EU AI Act (KI-generiert) Von KlivantisKI-generiert

EU AI Act für Mitarbeiter

Was der AI Act von jedem Unternehmen verlangt, welche Fristen gelten und was Art. 4 und Art. 50 konkret für den Arbeitsalltag bedeuten.

ZertifikatImportierbarEU AI ActArt. 50DE · EN · FR · ES · IT · NL · PT · PL · BG
Kurs-Titelbild Generative KI in der Praxis: Team am Besprechungstisch um eine holografische Darstellung, im Hintergrund Whiteboards mit Diagrammen (KI-generiert) Von KlivantisKI-generiert

Generative KI in der Praxis

Generative KI produktiv und verantwortungsvoll im Tagesgeschäft einsetzen - von Text bis Bildmaterial.

ZertifikatImportierbarKI-KompetenzArt. 4DE · EN · FR · ES · IT · NL · PT · PL · BG
06 - FAQ

Kurz beantwortet.

Muss ich meine Mitarbeiter zur EmpCo-Richtlinie schulen?
Nein, die Richtlinie verlangt keine Schulung. Anders als beim EU AI Act gibt es hier keine Schulungspflicht und keinen Nachweis, den ein Unternehmen darüber führen müsste. Die Anforderungen treffen die Werbeaussage selbst, nicht die Teilnahme an einem Kurs.
Ab wann gelten die neuen Regeln?
Ab dem 27. September 2026, EU-weit und ohne Übergangsfrist. Das gilt auch für Verpackungen und Werbemittel, die vor diesem Datum entstanden sind.
Was passiert mit Altbeständen, die schon gedruckt sind?
Sie sind nicht automatisch ausgenommen. Die zuständigen Behörden berücksichtigen zwar objektive Zwänge wie Lagermengen und Verpackungszyklen, erwarten aber nachweisbare Anstrengungen, die Aussage zu korrigieren, etwa durch Aufkleber. Online-Aussagen stehen dabei an erster Stelle, weil sie sich am schnellsten ändern lassen.
Ist die Werbung mit einem eigenen Nachhaltigkeitssiegel noch erlaubt?
Nur, wenn das Siegel auf einem echten Zertifizierungssystem mit unabhängiger Überwachung beruht oder von einer staatlichen Stelle eingeführt wurde. Ein Siegel, das ein Unternehmen sich selbst verleiht und selbst kontrolliert, ist ab dem Stichtag nicht mehr zulässig.
Darf ich noch über Klimaschutzprojekte berichten, in die mein Unternehmen investiert?
Ja, solange daraus keine Aussage über die Umweltwirkung eines konkreten Produkts wird. Verboten ist nicht die Investition oder die Information darüber, sondern eine kompensationsgestützte Neutralitäts- oder Reduktionsaussage zum Produkt.
Was bietet der Kurs von Klivantis?
Der Kurs „Änderungen zu umweltbezogenen Werbeaussagen ab dem 27.09.2026“ erklärt Marketing und Kommunikation in sieben Kapiteln, was ab dem Stichtag gilt, ohne juristisches Vorwissen vorauszusetzen. Er schließt mit einem Zertifikat ab und lässt sich einzeln importieren oder mit dem übrigen Kurskatalog kombinieren.
Kann ich den Kurs auch ohne die App absolvieren?
Ja, Sie können den Kurs auch direkt über die Klivantis-eigene Plattform absolvieren und erhalten danach Ihr persönliches Zertifikat. Dieser Weg eignet sich besonders für einzelne Mitarbeiter oder kleine Teams.
Gilt das auch außerhalb Deutschlands?
Ja. Die Richtlinie ist vollharmonisierend, Begriffe und Verbote gelten in jedem Mitgliedstaat inhaltlich gleich. Nur die Durchsetzung unterscheidet sich je nach Land, in manchen über Behörden, in anderen über Wettbewerber und Verbände.
07 - Kontakt

Fragen zum Kurs oder zur App? Sprechen wir.

Kostenlos und unverbindlich: Wir zeigen Ihnen die Team-Training-App live und den EmpCo-Kurs im Detail, zum Beispiel per Online-Meeting.

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